Peru - war ein lange ersehnter Traum und sollte nun endlich in Erfüllung gehen. Aber wo Anfangen, wo Aufhören bei nur 3 Wochen Urlaub. Wir haben eine Weile gebraucht, um die für uns optimale Route auszuarbeiten. Jetzt, nach Ende unseres Urlaubs, sind wir mit dem Ergebnis zufrieden - obwohl es auch noch ein paar Optimierungsmöglichkeiten gibt

.Reiseroute

- 19:30 Abflug in Leipzig
- 22:05 Abflug in Frankfurt

Samstag,
30. April 2005

- 05:00 Ankunft in Sao Paulo - 10:45 Weiterflug
- 13:15 Ankunft in La Paz
- Hotel Sagarnaga
- Stadtrundgang und Buchung der Weiterreise nach Puno

Sonntag,
1. Mai 2005

- 8:00 mit dem Bus über Copacabana nach Puno (10 h Reisezeit)
-
Puno Hotel

Montag,
2. Mai 2005

- mit  dem Zug von Puno nach Cusco (10 h Reisezeit)
  reservierte Tickets um 7:00 Uhr abholen, Abfahrt eine Stunde später

Dienstag,
3. Mai 2005

- Besichtigung von Cusco
- Buchung Dschungeltour, Ticket nach Arequipa

Mittwoch,
4. Mai 2005

- Cusco, nahe Umgebung (Saqsaywamán, Q’engo, Pukapukara,
  Tambomachay)

Donnerstag,
5. Mai 2005

- Cusco, mit dem Taxi individuell durch das heilige Tal der Inkas

Freitag,
6. Mai 2005

- Inka Trail nach Machu Picchu

Samstag,
7. Mai 2005

- Inka Trail nach Machu Picchu

Sonntag,
8. Mai 2005

- Inka Trail nach Machu Picchu

Montag,
9. Mai 2005

- Inka Trail nach Machu Picchu,
- Machu Picchu, evtl. Therme, Zug nach Cusco

Dienstag,
10. Mai 2005

- Flug
- Dschungel

Mittwoch,
11. Mai 2005

- Dschungel

Donnerstag,
12. Mai 2005

- Dschungel

Freitag,
13. Mai 2005

- Dschungel

Samstag,
14. Mai 2005

- Dschungel
- Flug

Sonntag,
15. Mai 2005

- Cusco

Montag,
16. Mai 2005

- Besichtigung Arequipa

Dienstag,
17. Mai 2005

- Colca Canyon

Mittwoch,
18. Mai 2005

- Colca Canyon

Donnerstag,
19. Mai 2005

- Arequipa nach Puno
-
Besichtigung Puno
-
Buchung Ausflug Titicaca See

Freitag,
20. Mai 2005

- Bootsfahrt Titicaca

Samstag,
21. Mai 2005

- Bus von Puno nach La Paz über Tiahuanaca (Tiwanaku) - Besichtigung
-
gleiches Hotel

Sonntag,
22. Mai 2005

- La Paz Besichtigung

Montag,
23. Mai 2005

14:10 Abflug in La Paz

Dienstag,
24. Mai 2005

16:45 Ankunft Leipzig

La Paz
Auch wenn es uns am Anfang etwas mulmig war unseren Urlaub gleich auf 3800 m Höhe zu beginnen, so war es, in Verbindung mit wenig Bewegung, für uns ideal zur Höhenanpassung. Zum Glück mussten wir nicht herausfinden, wie man bei Ausbruch der Höhenkrankheit schnell unter 2500 m kommt. In unsere Reiserichtung wäre das glatt unmöglich gewesen.
Der Flughafen liegt auf der Hochebene (4100 m), während man ins Stadtzentrum tief in den abgasverseuchten Talkessel eintauchen muss. Unser Hotel Sagarnaga hatten wir vorgebucht, da es im Stadtzentrum liegt und direkt vor der Tür der Bus nach Puno (über Copacabana) abfährt. Fast direkt am Hotel lädt der Hexenmarkt zum Schauen und Bummeln ein (besonderes Highlight: getrocknete Lamaföten) dem sich auch die Läden mit ‘Allem für den Touristen’ anschließen. Die Sachen aus Alpaka schienen uns aber in Peru qualitativ besser gearbeitet und auch preiswerter.
Der Stadtrundgang am Tage der Ankunft ist natürlich eine Qual. Bei den steilen Anstiegen gerät man sofort außer Atem - aber in Ruhe und Schritt für Schritt lässt er sich bewältigen und Zeit ist nachmittags genug. Da wir nicht in Lima waren, wollten wir wenigstens das hiesige Goldmuseum besuchen. Abgesehen von den ungünstigen Öffnungszeiten sind die Exponate auch nicht so, wie wir es uns im ‘Goldland’ vorgestellt haben - vielleicht haben aber auch bloss die Spanier zu viel zusammengeklau(b)t.
Ansonsten sollte man einen Puffertag am Ende des Urlaubs in La Paz einplanen. Sehr schön nutzen lässt er sich mit einem Ausflug ins Valle de la Luna und zum Chacaltaya. Wann kommt man sonst schon auf 5300 m Höhe?! Das Ganze gibt es günstig als Tourbündel, wenn der Minibus nicht gerade ausgebucht ist. Fürs Mondtal kann man auch gut den öffentlichen Bus nehmen aber die im Reiseführer angegebene Variante mit dem Taxi zum Berg kann schnell am Unwillen der Fahrer scheitern. Nicht mal mit Geld konnte man die meisten überzeugen. Wir haben zum Glück doch noch einen gefunden, nicht billig, aber ein unvergleichliches Erlebnis.
Wenn möglich sollte man unbedingt den Aufenthalt auf die ‘Fiesta Gran Poder’ legen. Dieses größte religiöse Fest in Bolivien gleicht einem riesigen Volksfest mit farbenprächtigen karnevallsähnlichem Umzug. Unmengen von Leuten geben sich der ausgelassenen Stimmung hin. Als einziger Wermutstropfen stinken die Gassen später am Abend und am nächsten Tag wie ein Pissoir zum Himmel.
Auf dem Flughafen gibt es keinen Geldwechsel aber Automaten, die auch Maestro-Karten akzeptieren.
Nicht zu unterschätzen ist die Gefahr einer Blockade der Straßen zum Flughafen. Es scheint aber immer rechtzeitig bekannt gegeben zu werden, so dass eine Rückfrage beim Hotelpersonal Klarheit verschafft. Im Zweifelsfall frühzeitig zum Flughafen aufbrechen!

mit dem Bus über die Grenze zwischen Bolivien und Peru...
Es gibt zwei Möglichkeiten um die Strecke zwischen La Paz  und Puno zu bewältigen - wie geschaffen für Abwechslung für den Hin- und Rückweg.
Für den ersten Teile wählten wir die lange aber bequemere Variante über Copacabana. Organisiert durch Diana Tours, die ihr Büro unten im Hotel Sagarnaga haben, legt man die 10 Stunden bequem im Reisebus zurück. Mit Umsteigen in Copacabana -etwa eine Stunde Aufenthalt- und Unterstützung an der Grenze.
Die zweite Variante geht im öffentlichen Verkehrsmittel über Desaguadero. Da die Reisezeit nur etwa 6 Stunden beträgt, bleibt da auch noch genug Zeit für die Ruinen von Tiahuanaka (Tiwanaku). Vorsicht vor Schleppern in Puno!

Copacabana
Wir hatten nur etwa eine Stunde Aufenthalt in Copacabana - ausreichend Zeit für einen Eindruck von dem Urlaubsort, der sich nicht sehr von anderen ‘Badeorten’ unterscheidet.

Puno und Titicaca-See
Eine unbedeutende Stadt, aber der Ausgangspunkt für Touren auf dem Titicaca-See und Startbahnhof für die unbedingt zu empfehlende Zugfahrt nach Cusco.

Durch die Wahlmöglichkeit der Ausflugsdauer bietet sich der Titicacasee für einen Puffertag an - je nachdem wie die Planung mit der Realität übereinstimmt, fährt man einen oder zwei Tage hinaus.
Eine Zweitagestour mit Übernachtung auf der Isla Amantani sollte dabei nur höhenangepasst unternommen werden. Der kurze Ausflug auf den 4130 m hohen Inselberg wird sonst zur Tortur (wir haben es gesehen), vor allem da der Führer darauf kaum Rücksicht nimmt und nur lapidar darauf hinweist, dass ‘wer Probleme hat eben umkehren soll’. Auf der Insel übernachtet man bei Gastfamilien und bringt üblicherweise ein Gastgeschenk mit. Empfohlen wird Obst oder Schreibstifte. Aus unserer Erfahrung darf es aber gern etwas von der Norm abweichen - zu den Stiften gehört auch Papier; das Obst nicht unbedingt 0815. Minibananen und Grenadillas, in Puno auch nicht leicht zu bekommen, kamen sehr gut an und vielleicht hat man ja zu Hause noch ein kleines Geduldsspiel in der Ecke liegen. Wir haben einen kleinen Jungen ewig mit einer Kugel im Plastiklabyrinth spielen sehen und Kinder gab’s in jeder der Familien.

Wer von Puno über Desaguadero nach La Paz reisen möchte (mit Besichtigung der Ruinen von Tiwanaku) sollte sich unbedingt vor den Schleppern in Acht nehmen. Es gibt keine Reisebusverbindung für diese Strecke, was an sich nicht schlimm ist, da man mit den Linienbussen gut voran kommt. Dann trifft man auf nette Leute, die einem den bequemen Bus bis La Paz mit 2 Stunden Aufenthalt in Tiwanaku versprechen. Man fährt zum Terminal Terrestre, wird sich über den Preis einig und mit Erhalt des Tickets geht’s plötzlich doch zum normalen Busterminal. Den Aufenthalt und den Rest organisiert man sich dann selbst und das für ein Vielfaches des normalen Preises.

mit dem Zug von Puno nach Cusco...
In jedem Reiseführer wird die Zugfahrt zwischen Cusco und Puno unbedingt empfohlen und wir können uns da nur anschließen. Im Bummeltempo durch die grandiose Landschaft zu reisen ist einfach großartig.
Der Zug fährt normalerweise nur Montag, Mittwoch und Samstag. Dabei gibt es zwei Platzkategorien. Die Inka-Klasse mit 3-Gänge-Menü und gehobenem Komfort und Zugang zum Panoramawaggon (119 $) und die Backpacker-Klasse im normalen Waggon (20 $). Auf jeden Fall empfiehlt sich eine rechtzeitige Platzreservierung. Von Puno nach Cusco wird empfohlen in Fahrtrichtung rechts zu sitzen, aber ausschlaggebend ist das nicht. Zur weiteren Höhenanpassung war dieser anstrengungsfreie Tag sehr gut geeignet.

Cusco
Cusco ist eine der wichtigsten Städte der Inkakultur und Ausgangspunkt für die Besichtigung der kulturreichen Umgebung. Touristisch voll erschlossen können die vielen Schlepper rund um die Plaza de Armas manchmal etwas nerven - meistens geben sie aber nach einem ‘No Grazias’ schnell Ruhe. Für uns war Cusco die eindeutig schönste und angenehmste Stadt auf unserer Reise.
Für die Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten in der Stadt und ALLER wichtigen Ruinen der Umgebung benötigt man das ‘Boleto Touristico’, das man für zur Zeit 70 Soles in der Touristinformation erhalten kann. Bei der Reiseplanung unbedingt die 10-tägige Gültigkeit beachten. Die Eintrittspreise scheinen im Moment inflationär zu steigen. Nicht nur der Preis für das Boleto hatte sich zu den Angaben des Reiseführers verdoppelt, in Cusco selbst sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht Teil des Selbigen und schlagen noch einmal ordentlich zu Buche.
Für den Ausflug in das heilige Tal sollte man trotz höherer Kosten ein Taxi chartern. Damit bleibt man flexibel in der Zeiteinteilung und hat auch noch die Möglichkeit einen Abstecher nach Moray und Maras anzuhängen, die etwas abseits liegen, aber unbedingt sehenswert sind. Wer, wie wir, kein Spanisch spricht, sollte einen englischsprachigen Taxifahrer sofort “festhalten”. In Cusco gibt es keine Taxistationen und auf die Dauer wird es mühsam immer wieder ein Taxi heranzuwinken und nachzufragen ... oder man verzichtet dann eben auf eine Unterhaltung unterwegs.
Die Ruinen in der nahen Umgebung lassen sich sehr gut “erlaufen”. Für eine Rast empfehlen wir den Forellenhof, der links am Weg zwischen Saqsaywamán und Q’engo liegt.

Inka Trail
Auch wenn der übliche Inka Trail sicher überlaufen und sehr kommerzialisiert ist, so ist er doch immer noch die beste Variante eine Wanderung über Inkapfade und Machu Picchu mit dem Mangel an Urlaubszeit in Einklang zu bringen. Wer mehr Zeit hat, sollte auf jeden Fall über alternative Wanderungen, wie um den Auzangate, nachdenken. Eindeutig nicht empfehlen können wir die den Trail ab ‘km 104’. Der interessante landschaftliche Teil des Weges geht einem da völlig verloren. Was bleibt sind die Ruinen von Winaywayna. Im Fall akuten Zeitmangels lieber in Aqua Caliente übernachten und mit dem ersten Bus um 6:00 Uhr nach Machu Picchu fahren. Dann bleibt viel Zeit für die Besichtigung vor dem großen Ansturm und wer Lust hat kann dann immer noch zum Sonnentor oder sogar bis Winaywayna wandern, um den Ausblick zu genießen.
Mit der Entscheidung für den Trail steht die Qual der Anbieterauswahl, denn ohne darf der Weg nicht mehr begangen werden. Eine Liste der zur Zeit zugelassenen Anbieter bekommt man auf Anfrage von Promperu. Nach unseren Erfahrungen und dem was wir aus anderen Berichten herausgelesen haben bietet sich der Saisonbeginn für die Wanderung an. Es sind noch nicht so viele Touristen unterwegs und die Wege sind frisch vom touristischen Abfall beräumt. Unbedingt darauf achten, dass von Juni bis August die Temperaturen Nachts unter den Gefrierpunkt fallen können.
Auch wenn es sicher nicht der günstigste Anbieter ist, so haben wir uns vor allem durch viele positive Reiseberichte für SAS-Travel entschieden. Die Ausrüstung und Verpflegung ist sehr gut und nicht zuletzt garantieren sie eine Behandlung der Träger nach den Regeln der Porter-Vereinigung. Der Tour-Guide war sehr kompetent und um umfassende Wissensvermittlung bemüht. Andererseits scheinen hier auch sehr große Gruppen (dann mit mehreren Guides) möglich zu sein, was sicher auch nicht nach jedermanns Geschmack ist

Puerto Maldonado und der Dschungel
Der schnellste Weg von Cusco in den Dschungel geht mit dem Flugzeug über Puerto Maldonado. Wobei wir den Manu Nationalpark gleich außer acht lassen, da die Tourenpreise in die Zona Experimental hier pro Person gleich mal 200 € teurer sind.
Puerto Maldonado ist eine provinziale Stadt mit 2 Souvenierläden, Internetcafés, einer Bank und einer Disco am Hauptplatz, wo Abends das Leben tobt und die Jugend promeniert.
Gebuchte Dschungeltouren sind gnadenlos überteuert. Etwas besser soll man wohl in Bolivien kommen, aber das haben wir erst nach unserem Urlaub erfahren. Wenn man natürlich, wie wir, nur zu Zweit mit Guide, zwei Bootsleuten und einem Koch unterwegs ist, dann relativiert sich auch der Preis. Aber dafür braucht man etwas Glück und die Vorsaison (oder noch viel mehr Geld). Viele Dschungelangebote sind sehr auf eine feste Lodge bezogen. Unser Wunsch, möglichst viel zu sehen und letztendlich der Preis führten uns zu Wasai. Allgemein scheinen die Internetpreise auch vor Ort zu gelten und sind nicht großartig verhandelbar.
Aus unserem Drang nach Abwechslung heraus wählten wir eine 5-Tagestour mit zwei Nächten in der Wasai Lodge, einer Nacht im Zelt und einer Nacht im Hotel in Puerto Maldonado. Und wir haben die teure Ausgabe nicht bereut: das Hotel ist zwar nicht ganz so toll, aber genossen haben wir die Tage auf dem Fluss, in der schönen Lodge und beim Camping. Maria, unsere Reiseführerin und die anderen Begleiter waren kompetent, freundlich und zuvorkommend. Details findet man in unserem Reisebericht - nur noch so viel: genügend Moskitoschutz ist höchst angebracht und beim Baden zwischendurch lieber einmal mehr auftragen. In Minuten sieht man sonst aus wie ein Streuselkuchen.
Auf jeden Fall sollte man eine Bootstour über einen See einbinden. Ob es unbedingt der Lago Sandoval sein muss können wir nicht beurteilen, aber zumindest dieser ist traumhaft schön (Sonnenschutz nicht vergessen).
Und immer daran denken: Die Tiere lassen sich nicht buchen - eine große Portion Glück gehört auch dazu. Wer eine Garantie braucht, der sollte in den Zoo gehen.

Arequipa
Scheint uns noch etwas touristischer geprägt zu sein als Cusco, aber vielleicht lag es auch nur daran, dass mit Beginn der Saison einfach mehr Touristen unterwegs sind. Zum Glück nehmen die meisten die sogenannte klassische Route und erreichen somit erst gegen Ende Cusco. Ein Tag hat uns für die Besichtigung des Stadtzentrums gereicht, wobei wir das Kloster Santa Catalina besonders hervorheben wollen. Arequipa ist der Ausgangspunkt für Fahrten in den Colca Canyon.

Colca Canyon
Den Flug der Kondore live zu sehen stand auch auf unserem Ausflugsplan und die schnellste und bequemste Variante ist eine gebuchte Tour in den Colca Canyon zum Cruz del Condor - obwohl es wahrscheinlich durchaus eine lohnende Alternative gibt (siehe unten).
In vielen Reiseführern werden die Tourenanbieter Santa Catalina und Giardino als die, mit stabiler Qualität angepriesen - man sollte sich aber durchaus auch die Alternativen anschauen! Wir waren mit Santa Catalina unterwegs und nicht unbedingt glücklich mit dieser Wahl. Die beiden Anbieter fahren mit großen Bussen und 20 - 25 Touristen an Bord, während auf der Strecke sonst größtenteils Kleinbusse mit 4-10 Personen unterwegs waren. Solche großen Reisegruppen sind immer träge und unflexibel und auch Reiseführer und Organisation konnten nicht überzeugen. Die Essenspausen werden unerträglich lang und entgegen den Angaben im Büro waren die Mahlzeiten doch nicht inclusive. Woraus man wieder einmal auf die allgemeine Regel schließen kann: Bei Ausflugsbuchungen unbedingt darauf achten, dass alle versprochenen Leistungen auch auf der Bestätigung erwähnt sind! Dafür war der Ausflugspreis auch noch verhältnismäßig teuer.

Wer mit einer kleinen Gruppe oder individuell unterwegs ist sollte versuchen auf der Hinfahrt einen Abstecher zu den Höhlen von Sumbay Alto zu machen. Die Malereien in den Höhlen sollen sehr sehenswert sein und am ersten Tag wäre ohne die gruppenbedingten Zeitverluste auch genügend Zeit dazu.

Nach unseren Erfahrungen würden wir es heute wohl am Ehesten völlig individuell im Mietwagen versuchen. Das stellen wir uns ungefähr so vor: Früh zeitig von Arequipa bis Sumbay Alto um die Höhlenmalereien zu besichtigen, dann weiter bis Chivay. Hier oder in einem Nachbarort übernachten und den frühen Abend zum Ausspannen in den Thermalquellen nutzen. Am nächsten Morgen, wie die Anderen, gegen 06:00 Uhr aufbrechen um pünktlich am Cruz del Condor zu sein und den Flug der Kondore zu erleben. Gegen 09:00 ist das Spektakel dann vorbei und es geht weiter Richtung Cabanaconde. Und ab hier fehlt uns die Erfahrung. Laut Karte sollte es theoretisch möglich sein den Kreis zu schließen und am Ende wieder in Arequipa anzukommen. Auf dieser Strecke gibt es dann noch viel Natur zu sehen und mit Sicherheit nur wenig Touristen. Wie der Zustand der Straße ist und ob man einen Platz zum schlafen findet wäre interessant zu wissen. Sollte also jemand diese Variante probieren wären wir am Ausgang sehr interessiert
!
 

Allgemeine Informationen
Eine der wichtigsten Fragen ist wohl das Geld. Auch wenn es meistens anders in den Reiseführern steht, so ist doch immer wieder Bares unser bester Begleiter gewesen (auch wenn man etwas besser aufpassen muss). Dollars werden fast überall als Währung akzeptiert. Euro weniger, aber auf jeden Fall in den Wechselstuben. Kreditkarten sind in Peru mit dem Mangel immenser Gebühren behaftet - im Einzelfall wurden uns bis zu 9 % angedroht. Abheben am Automaten funktioniert gut mit Kredit- und EC-Karte. Aber bitte möglichst große Summen in Dollar abheben. Ansonsten summieren sich die Gebühren auch schon auf einen kleinen Urlaub. Traveller Checks schneiden auch ganz gut ab aber 3 % Aufschlag werden auch hier fällig.

Der Kaffee ist nicht so schlecht wie allgemein beschrieben, eben nur anders zubereitet und stellenweise von sehr guter Qualität. Besonders auf unserer Dschungeltour ist er uns durch sein angenehmes Aroma aufgefallen.

Gute Kritiken in Reiseführern scheinen auch unweigerlich zu Preissteigerungen bei den jeweiligen Hotels und Lokalen zu führen. Die in unserem Buch beschriebenen gut und günstigen Unterkünfte mögen noch gut sein aber ... Am Auffälligsten war das beim Hotel Respalosa in Cusco - von schlechterer Qualität als unser Ayllu Real aber 5 Soles teurer (mal abgesehen von der Aussicht, aber eine warme Dusche ist uns wichtiger).

Allgemein scheint Peru zur Zeit eine Preissteigerung im Tourismussektor durchzumachen. Alles weit ab vom touristischen geschehen ist überaus günstig und steht in keinem Verhältnis zu den Preisen die direkt mit Tourismus zusammenhängen. Wer Zeit hat kann in Peru durchaus sehr günstig Leben und Reisen.
 

Hotels
La Paz - Hotel Sagárnaga
Sagárnaga 326
Tel.: +591 2 235-0252
Fax: +591 2 236-0831
E-Mail: hotsadt@ceibo.entelnet.bo
www.hotel-sagarnaga.com
Bei der Zimmerqualität gibt es erhebliche Unterschiede bei gleichem Preis. Man sollte sich deshalb das Zimmer zeigen lassen.Die 5. Etage scheint besser ausgestattet zu sein.

Puno - Hotel El Inti
Av. La Torre No. 137
Fax: +51 51 351594
E-Mail: host_inti@hotmail.com
35 Soles für ein Doppelzimmer mit Baño

Cusco - Hotel Ayllu Real
Calle Matara 239
Tel. +51 84 222499
Stadtzentrum leicht in weniger als 10 Minuten zu Fuß zu erreichen, preiswert (40 Soles für uns beide) und mit durchgängig heißem Wasser, kostenlose Aufbewahrung von Rucksäcken (wenn man dort übernachtet hat oder will), kaum Englisch.

Arequipa - Le Foyer
Ugarde Ecke San Francisco
Für 50 Soles bekommen wir ein kleines nettes Zimmer mit Baño und Frühstück.
 

Reiseführer
Unsere Bibliothek beherbergt einige Reiseführer für Südamerika. Viele sind auf spezielle Zielgruppen zugeschnitten. Die folgenden fanden wir für unsere Reiseplanung als besonders hilfreich. Das scheinen auch die meisten Perureisenden zu finden, denn die ersten beiden sahen wir auch immer wieder unterwegs.

Peru, Bolivien
Kai Ferreira Schmidt 2004
ISBN 3-89662-333-X
Reise Know-How Verlag

für uns die beste Wahl , kompakt und mit vielen Informationen für unsere Reisegestaltung war er unser ständiger Begleiter, aktuelle Ergänzungen und ein interessantes Südamerika-Forum findet man auf der Internetseite des Verlages


Peru
Michael Hahn 2000
ISBN: 3-85862-450-0
Regenbogen-Verlag, Zürich

gut für die Reisevorbereitung,
mit detaillierten Ortsbeschreibungen und Karten von Orten und Umgebung


Peru, Westbolivien
Frank Herrmann, 2003
ISBN: 3-7701-6143-2
DuMont Reiseverlag

sehr gut für Backpacker und Leute mit Zeit, viele Wanderrouten, gut und ausführlich beschrieben, viele Detailinfo
s

 

 

Links
Seit unserer Reiseplanung bis jetzt, sind viele unserer gesammelten Links schon nicht mehr gültig oder nicht zu erreichen. Es kann sich also schnell wieder alles anders sein - Stand dieser Beschreibung ist der November 2005. Die meisten seiten hier sind in Englisch, einige in Deutsch und ein paar Linkverzeichnisse auch in Spanisch, von denen man aber leicht auf englische Seiten finden kann.
Bitte bachtet auch unsere allgemeinen Hinweise zu verlinkten Seiten.

Allgemeine Reiseinformationen

www.crm.de

Reiseimpfungsinformationsdienst

www.auswaertiges-amt.de

Aktuelle Informationen des auswärtigen Amtes zum gewünschten Reiseland. Von der politischen Lage, Sicherheitsinformationen bis zu Reiseinfos und Impfempfehlungen

www.reisebuch.de

Internetseite zum ‘Reise Know How’-Reiseführer, hier gibt es aktuelle Buchupdates und ein gut frequentiertes Südamerika-/Mexikoforum

www.dtg.mwn.de

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. - DTG

Peru/-Bolivien-Informationen

www.peruweb.org/porters

Organisation der Träger in Peru, überall in der Welt werden Träger als billige Transportsklaven eingesetzt - deswegen sollte man bei der Wahl des Veranstalters auch daruf achten, dass er einen Mindeststandard einhält - Infos gibt es dort

earthquake.usgs.gov

aktuelle Erdbeben und Infos zu Erdbeben

www.masitravel.com

Current Seismicity in South America

www.orient-express.com

Auch wenn die Adresse etwas anderes verspricht, unter dieser Adresse verbirgt sich auch der Betreiber der Zugverbindungen in Peru

www.enjoy-peru-flights.com

PERU FLIGHTS and PERU DOMESTIC FLIGHTS -
Puno, Arequipa and Cusco Flights

 

 

www.karsten-rau.de

netter Reisebericht mit schönen Fotos

www.astrosoft.de/peru

etwas unübersichtlicher Reisebericht aus Peru, verworrene Links, mit dem Ziel ein wenig Geld zu verdienen

Judy Decker auf Princeton Online

Sammlung von Informationen und Links zu den Inkas und Peru
(viele Kunstinfos auch zu anderen Regionen der Welt)

www.perulinks.com

thematisch sortiertes Peru Linkverzeichnis zu verschiedenen Themen

www.boliviaweb.com

große Bolivien Link- und Informationssammlung in Englisch

www.bolivia.de/de/

bolivianische Botschaft in Deutschland

 

 

www.promperu.com

Offizielle peruanische Tourismusseite, die Organisation führt auch eine Liste mit zugelassenen Inka-Trail-Reiseunternehmen (bekommt man auf Anfrage)

www.enjoyperu.com

Allgemeine Informationen und Links zu Anbietern, auch in Deutsch, Komplettreiseangebote

www.traficoperu.com/english/

Trafico on Line Peru Travel and Tourism
eigentlich ein Reisebüro aber gute und kurz gehaltene Informationen sowie Stadtpläne zum Drucken, Flugplanung

www.peru-info.com

thematisch sortiertes Linkverzeichnis für Peru -
spanisch/englisch gemischt

www.andeantravelweb.com

Andean Travel Web Guide to Peru - Peru Tourist Information
(und für ganz Südamerika)

www.peru.info

Peru Promotion in deutsch und englisch
allgemeine Infoseite der Tourismusvereinigung Perus

 

 

www.qosqo.com

sehr gut gemachte und unwahrscheinlich informative Seite zu Cusco und Umgebung - für alle, die es etwas genauer Wissen wollen - in Englisch

www.cusco.net

Cusco Informationsseite für eine junge Zielgruppe - mit Vereisen zu Unterkünften, Mietwagen, Veranstaltungen u.s.w. - englisch/spanisch gemischt

www.cuscoweb.com

Infoseite der Stadt Cusco,
ausführliche Informationen zur Stadt und Umgebung, nicht alle Links funktionieren und teilweise landet man auf spanischen Unterseiten

machupicchuperu.net

Municipality of Machu Picchu
Internetseite der Verwaltung von Maccu Picchu - nur Spanisch

The Inca Trail and Machu Picchu

The virtual Inca Trail
Kurzbeschreibung und Fotos

www.arequipa-tourism.com

Arequipa Tourismusseite -
noch etwas mager vom Inhalt, aber schöne Bilder (unter Postcards)

www.santacatalina.org.pe

Hompage des Klosters, mit Informationen, Lageplänen und Bildern
z.Z. abgeschaltet aber vielleicht klappt es ja bald wieder

www.puno.com

Puno
zur Zeit in Arbeit - ohne Inhalt

www.punored.com

Infoseite Puno - nur in Spanisch - aber dem Linkverzeichnis kann man gerade noch folgen - dann gibt's auch ein paar englische Infos

Touranbieter für Inka Trail und Dschungel
einfach eine kaum kommentierte Auswahl verschiedener Anbieter, deren Internetseiten wir besucht haben (mal abgesehen von den beiden, die wir in Anspruch genommen haben)

www.sastravelperu.com

In Reiseberichten oft gelobter Inka Trail Veranstalter mit guter Leistungsbeschreibung und guter Ausstattung, dafür etwas teuer.

www.wasai.com

Der Dschungeltouranbieter, der unseren Ansprüchen und Geldmitteln am nächsten kam.

www.manucaiman.de
www.inkanatura.com
www.manuexpeditions.com (Veranstalter für Manu und Inka Trail (auch zu Pferd), ziemlich teuer)
www.peru-explorer.com
www.peruincasexplorer.com (günstiger Anbieter, war im Buchungszeitraum offline, so dass unsere Anfragen nicht beantwortet wurden)
www.theperuspecialist.com (mit Städteinfo und Hotels)
www.rainforest.com.pe (auch in Deutsch)
www.tambopatalodge.com
www.terra-andina.com
www.peru4u.com
www.go2peru.com (viele Infos)
www.manucaiman.com (sehr günstige Zelttouren, aber feste Wochentermine)
www.pantiacolla.com
www.inka-trail.com (Inka Trail und andere Touren (deutsch), einer der günstigeren Anbieter
Manu nur lange 8d Tour - Preis auf Anfrage)
www.intikunturperu.com (als Empfehlung im Reisebuch Forum erhalten)
www.manuadventures.com (interessanteste Manu Tour)
www.cbc.org.pe/manuvilca/FrmInicioD.htm
www.cortomaltes-amazonia.com
www.ecoamazonia.com.pe
www.explorersinn.com
www.inotawaexpeditions.com